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Pädagogik

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Eine alte Volksweisheit besagt: Für die Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf. Betrachtet man dies aus heutiger Sicht unter dem Aspekt der interkulturellen Erziehung, so muss man beim zunehmenden Zusammenwirken internationaler Faktoren diesen Gedanken wohl ausweiten mit Blick auf die ganze Welt.

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Allegorie des Lehrens und Lernens

Unser Medien- und Informationszeitalter bewirkt eine veränderte Kindheit, die neue Anforderungen an Bildung und Erziehung stellt. Viele Bildungs- und Erziehungseinrichtungen sind dem bisher nicht gewachsen. Dadurch ergibt sich der Anspruch, nach weiteren Lösungen zu suchen.

Ein zentrales Ziel der Internationalen Akademie Kids Globe ist es, ein ergänzendes Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Pädagogische Ansätze dieser Art gibt es bereits seit den 60er Jahren, beispielsweise in Form der Erlebnispädagogik, die versucht, die sozialen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu fördern und neue Perspektiven zu eröffnen.

Dabei hat sich in der Erziehungswissenschaft in den letzten Jahren der Begriff des P r o j e k t l e r n e n s etabliert.

Generell besagt dieser Ansatz, dass die Teilnehmer einer Gruppe durch unterschiedliche gesellschaftliche Prägung verschiedene Wissenstände, Perspektiven und auch Defizite haben. Jedes Individuum handelt auf Grund seines individuellen Horizonts. Dieser ist jedoch nicht statisch, sondern immer wieder veränderbar. Durch Kooperation kann ein gegenseitiger Austausch stattfinden, wobei sich die Teilnehmer ergänzen und so ihr Wissensspektrum erweitern können. Dabei wird die soziale Komponente ganz besonders betont, die durch die Interaktion mit anderen stattfindet.

Wissenserwerb findet durch Wissen, Anwendung und Austausch statt. Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung und auch die Verantwortlichkeit den anderen Teilnehmern gegenüber stehen hier im Vordergrund.

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Beachtet werden sollten hierbei drei Aspekte:

  1. Gruppenverhalten und Gruppenprozesse
  2. Ausschöpfen des kreativen Potentials durch kooperative Methoden
  3. Bedeutung von Kooperation und Kommunikation

Kurz definiert ist Projektlernen eine Form von kooperativem Lernen.

Das wesentliche Merkmal kooperativen Lernens ist die intensive Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand über den kommunikativen Austausch mit den anderen Lernenden. Durch die Beobachtung, die Diskussion und das Nachdenken über die unterschiedlichen Standpunkte, Lösungswege und Strategien der anderen Lernenden und den Vergleich mit den eigenen Ansätzen werden nicht nur kommunikative, sondern auch kognitive Lernprozesse unterstützt.

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Der Vorwurf an traditionelle Lern- und Vermittlungsmethoden beinhaltetet unter anderem, dass durch alleinige Informationsaufnahme nur “träges Wissen” entstünde, bei dem der Weg zur Anwendung nicht stattfindet, bzw. die Erfahrung der Anwendung ausbleibt.

Die Anwendung auf praktische Problemstellungen zeigt dem Lernenden verschiedene Lösungswege, die er in Kooperation mit anderen auch ausprobieren muss. Die Selbsttätigkeit der Teilnehmer steht immer im Vordergrund. Wichtig ist hierbei das Schaffen einer Umgebung, die solche Lernprozesse aktivieren hilft und auch zur Kooperation auffordert.

Die hier dargestellte Auffassung vom Lernen und Lehren kann wie folgt zusammengefasst werden:

  • Lernen ist aktive Wissenskonstruktion in Verbindung mit bereits bestehendem Wissen.
  • Lernen ist individuell, der jeweilige Lernweg ist nicht vorhersehbar.
  • Der Lernprozess beginnt mit der Anregung der richtigen Fragen beim Lernenden.
  • In erster Linie soll das Problem verstanden werden.
  • Lernen ist die Konstruktion und Verfeinerung mentaler kognitiver Landkarten.
  • Wissen an sich ist durch die Lehrkraft nicht vermittelbar. Der Lernende soll durch anleitende Unterstützung selbst Wissen konstruieren.
  • Die praktische Umsetzung dieses theoretischen Ansatzes ist in vielfältiger Form möglich.

Gerade die künstlerischen und handwerklichen Bereiche, die Kids Globe versucht abzudecken, bieten hier einen sehr breiten Gestaltungsrahmen. Das kreative Potential, das in solchen Disziplinen steckt, kommt generell im schulischen Unterricht zu kurz. Die Kinder und Jugendlichen haben hier die Möglichkeit, ihren Platz im Rahmen der Projektarbeit selbst zu finden und dabei eigene Begabungen und Potentiale zu entdecken.


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